Beruflich durchstarten: Inspiration und Orientierung für deinen Weg

Ausbildung im Handwerk Berufsperspektiven als Trockenbaumonteur/-in: Exklusive Einblicke in den Alltag

© KI-generiertes Bild

Der Beruf des Trockenbaumonteurs ist eine spannende Herausforderung für kreative Handwerker, die gerne Räume gestalten und ihre Ideen sichtbar umsetzen. Bei der Arbeit an vielfältigen Projekten wie Büros oder Co-Working-Spaces ist Organisation, Teamarbeit und Präzision gefragt. In einer informativen Projektstory erläutert die erfahrene Trockenbaumonteurin Anna Müller die fünf entscheidenden Schritte von der Planung bis zur Fertigstellung eines Umbauprojekts. Diese Ausbildung bietet nicht nur eine interessante Perspektive für Schulabgänger, sondern auch hervorragende Karrierechancen in einer Branche mit Zukunft. Erfahren Sie mehr über den Alltag in diesem dynamischen Handwerk, die Herausforderungen und die Vielfältigkeit des Berufs.

Stell dir vor, du stehst in einem frisch renovierten Raum, alles sieht aus wie neu, trocken und sauber – und das alles dank der Arbeit eines Trockenbaumonteurs. Dieser Beruf ist super spannend für alle, die gerne mit den Händen arbeiten, Räume gestalten und direkt sehen, wie ihre Ideen Gestalt annehmen. Trockenbaumonteure bauen Innenwände, Decken und Trennwände aus modernen Materialien wie Gipskartonplatten, ohne dass Zement oder Wasser im Spiel sind. Es ist ein handwerklicher Job mit viel Abwechslung, denn du arbeitest an Büros, Wohnungen, Schulen oder Einkaufszentren. Im Ortenaukreis gibt es viele Baustellen, wo solche Fachkräfte gefragt sind, weil der Bedarf an schnellen und sauberen Umbauten groß ist.

Warum ist das ein toller Einstieg nach der Schule? Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, ist dual – also Betrieb und Berufsschule – und du lernst alles Praktische von der Pike auf. Du verdienst schon in der Ausbildung zwischen 800 und 1.200 Euro im Monat, je nach Jahr und Betrieb, und später als Geselle bis zu 3.000 Euro oder mehr, plus Zulagen für Schichtarbeit oder Überstunden. Karrierechancen? Klar: Du kannst zum Meister aufsteigen, Polier werden, dein eigenes Unternehmen gründen oder in der Bauleitung landen. Es ist ein Beruf mit Zukunft, denn Bauen hört nie auf, und nachhaltige Materialien wie recycelbarer Gips machen ihn zukunftsfit.

Heute nehmen wir dich mit auf eine echte Projektstory. Wir haben mit Anna Müller gesprochen, einer 28-jährigen Trockenbaumonteurin aus dem Ortenaukreis, die seit acht Jahren in dem Job ist. Sie arbeitet bei einem regionalen Bauunternehmen in Offenburg und hat uns ihr aktuelles Projekt erklärt: den Umbau eines alten Bürogebäudes in Kehl zu einem modernen Co-Working-Space. Anna führt uns durch die fünf wichtigsten Schritte – vom Aufmaß bis zur Abnahme. So siehst du genau, wie ein Projekt läuft und welche Herausforderungen dabei auftauchen. Das hilft dir, dir vorzustellen, ob der Beruf zu dir passt.

Schritt 1: Das Aufmaß – Alles genau vermessen

Alles beginnt mit dem Aufmaß. Anna und ihr Team fahren zum Bauplatz, messen jeden Winkel aus und schauen sich den Zustand an. "Wir nehmen den Laser-Entfernungsmesser, Maßband und Bleistift – und notieren alles: Deckenhöhe, Wandlängen, vorhandene Leitungen für Strom oder Heizung", erklärt Anna. In ihrem Projekt war das Bürogebäude aus den 80ern, mit schiefen Wänden und alten Installationen. Sie mussten alte Böden aufreißen, um zu sehen, wo Rohre verlaufen. Das Aufmaß dauert oft einen halben Tag bis einen ganzen, je nach Größe. Wichtig: Genauigkeit ist alles. Ein Millimeter Fehlermessung kann später Probleme machen, wie schiefe Türen oder undichte Kabel.

Anna tippt: Nimm dir Zeit und arbeite im Team. Wir machen Fotos und Skizzen, die später in die Planung fließen. Für Azubis ist das der Einstieg: Du lernst, mit Messgeräten umzugehen und Baustellen zu sichern. Im Ortenaukreis, mit seinen vielen Industriegebäuden, ist das super relevant – denk an die Fabriken in Achern oder Büros in Oberkirch.

Schritt 2: Die Planung – Den Bauplan zeichnen

Nach dem Aufmaß geht's in die Planung. Das Team sitzt zusammen, schaut die Unterlagen an und erstellt einen detaillierten Bauplan. "Wir entscheiden, welche Platten wir brauchen: Einfache Gipskartonwände für Büros, feuerfeste für Treppenhäuser oder schalldichte für Besprechungsräume", sagt Anna. Im Co-Working-Projekt planten sie offene Räume mit beweglichen Trennwänden und eine hohe Decke mit indirekter Beleuchtung. Software wie CAD hilft, 3D-Modelle zu machen, aber vieles wird auch handschriftlich skizziert.

Hier kommt Kreativität ins Spiel: Wie integrieren wir Steckdosen? Wo laufen die Kabel? Anna berücksichtigt immer Nachhaltigkeit – recycelte Platten und energieeffiziente Konstruktionen. Der Plan umfasst Materiallisten: Metallprofile, Schrauben, Dichtmasse, Farbe. Budget und Zeitplan werden festgehalten. "Als Azubi lernst du hier rechnen und organisieren. Ein Fehler in der Planung kostet später Geld und Nerven", warnt sie. Der Schritt dauert 1–2 Tage, und dann wird Material bestellt – oft regional aus dem Ortenaukreis, um Lieferzeiten kurz zu halten.

Schritt 3: Die Ausführung – Bauen, was geplant ist

Jetzt wird's richtig spannend: Die Ausführung. Annas Team fährt mit Werkzeugen an – Winkelschleifer, Bohrer, Schrauber. Zuerst bauen sie das Gerüst aus Metallprofilen auf, das wie ein Skelett die Wände hält. "Wir schneiden Profile zurecht, schrauben sie an Decke und Boden fest und ziehen Kabel durch", beschreibt sie. Dann kommen die Gipskartonplatten: Sie werden zugeschnitten, eingeklebt oder verschraubt. Im Projekt montierten sie über 200 Quadratmeter Wände, inklusive Dämmung für Schallschutz.

Herausforderungen? Staub, Lärm, enge Räume. Trag immer Atemschutz und Helm – Sicherheit geht vor, betont Anna. Sie arbeiten in Zweierteams: Einer misst, der andere baut. Für Azubis perfekt, um Techniken zu lernen wie Fugenspachteln oder Schleifen. Der Schritt braucht 1–2 Wochen, je nach Größe. Anna liebt diesen Teil: "Am Ende des Tages siehst du Fortschritt. Ein leerer Raum wird zu etwas Livablem."

Schritt 4: Qualitätskontrolle – Alles prüfen und finishen

Kein Projekt ohne Qualitätsscheck. Nach dem Bauen kommt der Feinschliff: Alle Fugen spachteln, schleifen, grundieren und streichen. "Wir prüfen auf Risse, Ebenheit und Brandschutz. Richtiges Werkzeug ist key – Laserwasserwaage für Perfektion", sagt Anna. Im Co-Working-Space testeten sie Schalldämmung mit einem Messgerät und integrierten Lampen. Elektriker und Maler kommen dazu, aber Trockenbauer koordinieren.

Das ist entscheidend für Langlebigkeit. "Ein guter Job hält Jahre", meint sie. Azubis lernen hier Verantwortung: Kontrollen dokumentieren, Mängel beheben. Dieser Schritt dauert 3–5 Tage und macht den Unterschied zwischen "okay" und "wow".

Schritt 5: Die Übergabe – Fertig und zufrieden

Zuletzt die Abnahme: Der Bauherr kommt, alles wird begutachtet. "Wir gehen Raum für Raum durch, erklären Funktionen und geben Pflegehinweise", erzählt Anna. Im Projekt war der Kunde happy – alles passte, Termine eingehalten. Papiere werden unterschrieben, Rechnung geht raus. "Das Gefühl, wenn alles klappt, ist unschlagbar."

Anna rät: "Probiere Praktika aus! Im Ortenaukreis gibt's viele Betriebe mit freien Plätzen." Trockenbaumonteur ist ideal, wenn du praktisch denkst, teamfähig bist und nicht ewig lernen willst. Schau auf unserer Seite unter Berufe im Fokus oder Videos für mehr Einblicke. Bereit für deinen Weg? Wir helfen dir weiter!