Ausbildung im Handwerk Dachdecker/in: Dein Abenteuer auf dem Steildach
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Der Beruf des Dachdeckers mit Schwerpunkt Steildach bietet eine spannende und abwechslungsreiche Karriere. In einer Welt, in der handwerkliches Können gefordert ist, baust du wetterfeste Dächer für Neubauten und Sanierungen, besonders im boomenden Ortenaukreis. Die Ausbildung im dualen System kombiniert praktische Erfahrungen im Betrieb mit theoretischem Wissen in der Berufsschule. Der Artikel gibt Einblicke in den Ausbildungsalltag, von der Arbeit auf dem Dach bis hin zum Unterricht in der Schule, und bietet hilfreiche Lerntipps sowie Karriereperspektiven, die dich auf deinem Weg unterstützen. Starte jetzt deine Ausbildung im Dachdecker-Handwerk und entdecke die vielfältigen Möglichkeiten dieser wichtigen Branche.
Stell dir vor, du stehst auf einem Dachfirst, der Wind weht um deine Nase, und unter dir entsteht ein wetterfestes Zuhause für eine Familie. Als Dachdecker/in mit Schwerpunkt Steildach gibst du Gebäuden ihren Schutz und ihre Form. Dieser Ausbildungsberuf ist handfest, abwechslungsreich und immer gefragt – besonders im Ortenaukreis, wo Neubauten und Sanierungen boomen. Viele Schulabgängerinnen entdecken hier ihre Leidenschaft für handwerkliches Können und Teamarbeit. In diesem Porträt schauen wir uns das duale Lernen genau an: Wie sieht eine typische Woche aus? Was machst du im Betrieb, was in der Berufsschule? Welche Lerntipps helfen dir weiter, und wie führst du dein Berichtsheft? Am Ende geben wir dir einen starken Einstieg, um organisiert zu starten.
Was macht eine Dachdeckerin mit Steildach-Schwerpunkt eigentlich?
Dachdeckerinnen sorgen dafür, dass Dächer nicht nur schön aussehen, sondern auch gegen Regen, Schnee und Sturm schützen. Der Schwerpunkt Steildach bedeutet, dass du dich auf geneigte Dächer spezialisierst – die klassischen Satteldächer, die bei Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern im Vordergrund stehen. Du deckst mit Ziegeln, Schiefern oder anderen Materialien, baust Dachfenster ein, montierst Traufen und installierst Solarpaneele. Im Ortenaukreis, mit seinen hügeligen Landschaften und vielen traditionellen Bauten, ist dieser Beruf Gold wert. Es gibt unzählige unbesetzte Ausbildungsplätze, weil das Handwerk Fachkräfte braucht, die fit sind, kreativ denken und keine Höhenangst haben.
Der Beruf ist körperlich fordernd, aber das macht ihn spannend: Du arbeitest draußen, oft im Team, und siehst täglich dein Ergebnis. Verdienst starten Azubis bei 800–1.000 Euro brutto im ersten Jahr und steigen auf 1.200–1.500 Euro im letzten. Nach der Ausbildung liegen Einstiegsgehälter bei 2.500–3.000 Euro, mit Aufstiegschancen zu Polier oder Meisterin. Perfekt für alle, die unabhängig arbeiten und schnell Verantwortung übernehmen wollen.
Das duale Lernen: Dein Weg in den Beruf
Das Herzstück der Ausbildung ist das duale System: Du lernst drei bis vier Tage die Woche im Betrieb und gehst ein bis zwei Tage in die Berufsschule. So verbindest du Theorie und Praxis nahtlos. Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. Im Ortenaukreis findest du Betriebe, die eng mit der Handwerkskammer zusammenarbeiten und dich von Tag eins fit machen. Lass uns eine typische Woche durchgehen – basierend auf echten Erfahrungsberichten von Azubis.
Montag bis Mittwoch: Volle Power im Betrieb
Der Montag startet oft mit einer Teambesprechung im Dachdeckerbetrieb. Dein Meister erklärt den Wochenplan: Heute geht's um ein Neubau-Projekt in Offenburg – ein Steildach mit Pfannendeckung. Du holst Materialien aus dem Lager: Dachziegel, Lattungsholz, Dichtbahnen. Sicherheit geht vor: Helm, Geschirr, Schuhe mit Profil – alles wird gecheckt.
Am Dachfirst beginnt die Arbeit. Du misst präzise ab, nagelst die erste Lattung und legst die ersten Ziegel. Als Azubi hilfst du beim Heben schwerer Lasten, lernst, wie man Unterspannbahnen verlegt, um Feuchtigkeit abzuhalten. Mittagspause? Gemeinsam im Baucontainer, wo du von Kollegen Tipps bekommst: „Immer gegen den Wind decken, das spart Kraft!“ Nachmittags montierst du Firstziegel und Fugen – feine Motorik ist gefragt. Bis Feierabend (meist 16 Uhr) hast du ein Stück Dach fertig. Im Betrieb lernst du auch Werkstattarbeit: Zuschnitt von Blechen, Schweißen von Traufen oder Reparaturen an alten Dächern.
Dienstag und Mittwoch ähneln sich: Weiter am Dach, vielleicht mit Regenabdichtung oder Gaubenbau. Du probierst neue Techniken aus, wie das Legen von Schieferelementen für stilvolle Effekte. Der Betrieb ist dein Lernlabor – hier zählt Teamgeist, Pünktlichkeit und Eigeninitiative.
Donnerstag und Freitag: Wissen tanken in der Berufsschule
Donnerstagmorgen: Ab in die Berufsschule, z. B. nach Lahr oder Offenburg. Hier lernst du die Theorie, die Praxis abrundet. Unterrichtsblöcke zu Baustoffkunde (welche Ziegel halten länger?), Statik (wie trägt ein Steildach Schnee?) und Arbeitssicherheit (Fallenschutz, Gerüstbau). Praktische Übungen: In der Schulwerkstatt baust du Modell-Dächer, berechnest Neigungen mit Matheformeln wie tan α = Δh/l, wo α der Dachwinkel ist.
Freitag vertiefst du Fächer wie Werkstofftechnik oder Bauwirtschaft. Du lernst, Kostenvoranschläge zu machen oder Vorschriften einzuhalten (z. B. DIN-Normen für Steildächer). Oft gibt's Projekte in Gruppen: Plant ein komplettes Dachkonzept für ein Ortenau-Haus. Die Lehrerinnen sind Praktiker und teilen Insiderwissen. Zwischendurch: Pausen mit Mitschülerinnen, wo ihr über eure Betriebe quatscht.
Das Berichtsheft: Dein Erfolgsbegleiter
Jede Woche notierst du im Berichtsheft, was du gelernt hast. Das ist kein bürokratischer Kram, sondern dein Portfolio. Für Montag bis Mittwoch: „Am 15.10. Steildachdeckung mit Pfannenziegeln gelegt. Gelernt: Überlappung 5 cm für Wasserdichtigkeit. Arbeitszeit: 8 Stunden.“ Füge Fotos, Skizzen oder Stempel des Meisters bei. In der Schule prüfst du es ab – das zeigt, ob du fit bist. Tipp: Schreib gleich abends, frisch aus dem Gedächtnis. Am Ende der Ausbildung ist es dein Nachweis für die IHK.
Lerntipps: So rockst du die Ausbildung
Damit du durchstartest, hier praktische Lerntipps von echten Dachdecker-Azubis:
- Im Betrieb: Frag nach! „Meister, zeig mir nochmal die Firstverlegung.“ Notiere dir Kniffe, z. B. wie man Ziegel ohne Kratzer transportiert. Baue Ausdauer auf – Treppensteigen mit 20 Kilo ist dein Training.
- In der Schule: Verbinde Theorie mit Praxis. Beim Statik-Unterricht denk an dein letztes Dach: „Aha, deswegen muss der Sparren so dimensioniert sein.“ Nutze Apps wie Dachrechner für Winkelberechnungen.
- Organisation: Plane deine Woche. Montag: Materialliste checken. Donnerstag: Hausaufgaben für Schule packen. Halte ein Lerntagebuch neben dem Berichtsheft – notiere Erfolge wie „Erstes eigenes Dachsegment fertig!“
- Weiterbildung: Schau dir Videos auf unserer Plattform an – Interviews mit Dachdeckerinnen aus dem Ortenaukreis. Mach Praktika, um den Beruf zu testen.
Herausforderungen? Wetter ist unberechenbar, Höhenarbeit braucht Mut. Aber mit guter Ausrüstung und Team bist du safe. Viele Azubis sagen: „Die ersten Wochen sind tough, aber dann macht's Spaß!“
Karrierechancen und warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Nach der Ausbildung: Als Gesellin arbeitest du selbstständig, vielleicht als Vorarbeiter. Weiter zu Meisterin oder Spezialistin für Flachdächer. Im Ortenaukreis boomen Sanierungen – denk an Energieeffizienz mit Gründächern oder Photovoltaik. Verdienst steigt mit Erfahrung, plus Zulagen für Schicht oder Baustelle.
Viele Schulabgängerinnen fühlen sich von der Berufswahl überfordert – wir bei „Schule! und nun?“ machen das einfacher. Es gibt tausende freie Plätze, und du kannst direkt loslegen.
Organisiert starten: Dein CTA
Bist du bereit für dein Dachdecker-Abenteuer? Organisiert starten geht so: Schau in unserem Berufe im Fokus-Bereich nach Videos und Porträts. Suche Ausbildungsplätze bei Partnerbetrieben im Ortenaukreis – bewirb dich jetzt! Hol dir Tipps aus „Der Weg zum Ausbildungsplatz“ und checke Verdienstmöglichkeiten. Kontaktiere uns für ein Beratungsgespräch. Deine Zukunft auf dem Dach wartet – greif zu!
