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Ausbildung im Handwerk Mythos vs. Realität: Der Beruf des Tore- und Antriebstechnikers (m/w/d)

© KI-generiertes Bild

In der Welt der Tore- und Antriebstechniker/innen ranken sich zahlreiche Mythen, die oft nicht der Realität entsprechen. Dieser Artikel räumt mit gängigen Missverständnissen auf und zeigt die spannende Realität dieses Berufs auf. Von der körperlichen Arbeit bis hin zu den technischen Herausforderungen wird verdeutlicht, dass es hier um viel mehr als nur handwerkliche Tätigkeiten geht. Zudem wird betont, dass die Karrierechancen in diesem Bereich vielversprechend sind, mit Möglichkeiten zur Spezialisierung und Weiterentwicklung. Ein Praktikum wird als idealer erster Schritt empfohlen, um die eigene Eignung für diesen facettenreichen Beruf zu überprüfen.

Mythos vs. Realität: Was dieser Beruf wirklich ist

Du hast wahrscheinlich schon davon gehört: Tore- und Antriebstechniker/in – klingt spezialisiert, oder? Und ehrlich gesagt, haben viele Menschen bei diesem Beruf ziemlich falsche Vorstellungen. Deshalb möchten wir heute mit den hartnäckigsten Mythen aufräumen und dir zeigen, warum dieser Beruf so viel mehr bietet, als die meisten denken.

Beginnen wir mit dem wichtigsten: Dieser Beruf ist nicht einfach nur ein Job mit Schraubenschlüssel und Muskelkraft. Es ist eine spannende Mischung aus Handwerk, Technik und Problemlösung – und die Karrierechancen sind deutlich besser als viele denken. Lass uns das Schritt für Schritt durchgehen.

Vorurteil 1: "Das ist doch nur körperliche Arbeit"

Das ist das häufigste Missverständnis. Klar, in diesem Beruf wirst du auch körperlich aktiv – das ist völlig normal und gehört dazu. Aber hier ist der wichtige Teil: Es ist bei Weitem nicht nur das.

Tore- und Antriebstechniker/innen arbeiten an modernen, technologischen Systemen. Das heißt: Du montierst und wartest automatische Tore, Schranken und Antriebssysteme. Das klingt vielleicht einfach, aber es geht viel tiefer. Diese Systeme sind elektronisch gesteuert, sie haben Sensoren, Steuerungen und müssen präzise eingestellt werden. Du wirst nicht nur etwas zusammenschrauben – du wirst verstehen müssen, wie diese Systeme funktionieren, wie sie zusammenhängen und wie man sie richtig einstellt.

Das bedeutet: Du brauchst technisches Verständnis. Du musst Schaltpläne lesen können, mit verschiedenen Werkzeugen umgehen und manchmal auch einfache Fehlerdiagnosen durchführen. Du wirst mit deinen Händen arbeiten, ja, aber dein Kopf ist genauso wichtig. Es ist Handwerk, das Köpfchen verlangt.

Und das ist eigentlich das Schöne daran: Du hast das Beste aus beiden Welten. Du arbeitest praktisch und direkt mit den Händen, siehst das Ergebnis deiner Arbeit sofort – aber gleichzeitig brauchst du technisches Know-how und Genauigkeit. Das macht diesen Beruf so wertvoll und so interessant.

Vorurteil 2: "Mit dieser Ausbildung habe ich keine Karriere"

Das ist absolut falsch. Und wir verstehen, woher dieses Vorurteil kommt, aber es hält sich nicht wirklich unter der Lupe.

Die Chancen in diesem Beruf sind tatsächlich sehr gut. Nach deiner Ausbildung zur/m Tore- und Antriebstechniker/in hast du mehrere Wege, wie du dich weiterentwickeln kannst:

  • Du könntest dich spezialisieren – zum Beispiel auf bestimmte Arten von Torsystemen oder auf besonders moderne, intelligente Türsysteme.
  • Du könntest Fachkurse machen und dich zum Schichtleiter oder Meister weiterbilden.
  • Manche Menschen gehen auch den Weg in die Wartung und den Service – da ist der Verdienst oft besser und die Tätigkeit vielseitiger.

Besonders interessant: Viele Unternehmen in dieser Branche brauchen nicht nur Techniker/innen auf der Montageseite, sondern auch Menschen, die Kundengespräche führen, Angebote erstellen oder Teams anleiten. Wenn du gut in deinem Job bist und zeigst, dass du motiviert bist, ergeben sich diese Chancen ganz natürlich.

Hinzu kommt: Die Branche braucht Menschen wie dich. Es gibt einen echten Fachkräftemangel, was bedeutet, dass gute Techniker/innen sehr gefragt sind. Das ist ein großer Vorteil für deine Karriere. Du bindest dich nicht an einen Job, den niemand will – sondern an einen, bei dem Unternehmen aktiv nach dir suchen, wenn du gute Arbeit leistest.

Und noch etwas Wichtiges: Der Verdienst ist solide. Während der Ausbildung bekommst du bereits ein Ausbildungsgehalt, und danach verdienst du als Fachkraft einen anständigen Lohn. Mit Weiterbildungen und Spezialisierungen kann der Verdienst deutlich steigen. Langweilig wird es also nicht.

Vorurteil 3: "Da braucht man ja kaum Technik verstehen"

Dieses Vorurteil ist das hartnäckigste – und leider auch am weitesten entfernt von der Realität.

Moderne Torantriebe sind hochkomplexe Systeme. Sie funktionieren nicht einfach nach dem Zufallsprinzip. Jedes System ist so konstruiert, dass es sicher, zuverlässig und langlebig ist. Um damit zu arbeiten, musst du verstehen, wie diese Systeme aufgebaut sind und wie sie zusammenhängen.

In der Ausbildung lernst du die Grundlagen der Elektrotechnik, der Mechanik und der Automatisierungstechnik. Du beschäftigst dich mit Schaltplänen, lernst verschiedene Komponenten kennen und verstehst, wie ein Gesamtsystem zusammenhängt. Du lernst, wie man Fehler findet und behebt. Das ist echte Technik – nicht oberflächlich, sondern tiefgreifend und praktisch.

Und das ist nicht langweilig. Es ist tatsächlich sehr befriedigend, wenn du ein System installierst, es testest und am Ende alles einwandfrei funktioniert. Wenn du eine Fehlermeldung verstehst und das Problem beheben kannst, ohne jedes Mal einen Spezialisten rufen zu müssen – das gibt dir ein echtes Gefühl von Kompetenz und Selbstvertrauen.

Warum dieser Beruf eigentlich spannend ist

Abgesehen von diesen Vorurteilen gibt es noch viele gute Gründe, diesen Beruf zu ergreifen:

  • Du arbeitest an Systemen, die Menschen täglich nutzen – automatische Einfahrtstore, Schranken an Parkplätzen, Schiebetüren in Supermärkten. Du bist Teil davon, dass diese Systeme funktionieren. Du trägst Verantwortung und machst einen echten Unterschied.
  • Du arbeitest nicht stundenlang am selben Ort. Jede Baustelle, jedes Projekt ist anders. Das hält deinen Job abwechslungsreich und interessant. Du sprichst mit verschiedenen Menschen, siehst verschiedene Orte und löst verschiedene Probleme.
  • Du lernst nie aus. Die Technik entwickelt sich ständig weiter. Es gibt immer neue Systeme, neue Standards, neue Lösungen. Das bedeutet, dass du dich kontinuierlich weiterbilden kannst und dass dein Wissen immer wertvoll bleibt.

Dein nächster Schritt

Du merkst: Dieser Beruf ist sehr viel mehr, als die meisten Leute denken. Es ist eine fundierte, technische Ausbildung mit echten Karrierechancen, bei der du mit deinen Händen und deinem Kopf gleichermaßen arbeiten kannst.

Wenn dich das anspricht, dann ist der nächste Schritt sehr konkret: Sichere dir ein Praktikum. Ein Praktikum ist die beste Möglichkeit, um selbst zu erleben, ob dieser Beruf zu dir passt. Du siehst echte Arbeit, lernst echte Techniker/innen kennen und merkst schnell, ob dich diese Tätigkeit reizt.

Also: Keine Angst vor Vorurteilen. Vertrau auf deine eigenen Erfahrungen. Ein Praktikum ist der perfekte Weg, um herauszufinden, ob Tore- und Antriebstechnik (Montage) vielleicht genau der Job für dich ist. Und wir unterstützen dich dabei gerne – das ist ja genau unsere Mission bei "Schule! und nun?".

Der Weg in diesen Beruf ist kurz, die Chancen sind lang. Worauf wartest du?